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Heerstrassen.
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Xn der Geschichte der rheinisch-westfälischen Landstrassen(die freilich noch erst zu schreiben ist) lassen sich vier Hauptperioden deutlich unterscheiden. Die jüngste beginnt mit denAnfang unseres Jahrhunderts, und begreift den Bau unserer jetzi.|gen Kunststrassen (macadamisirten Chausseen) in sich. Diese sindbekanntlich in der Mehrzahl ganz oder theilweise auf früher schonvorhandene Wege gelegt, sowie auch viele dieser älteren Wege,ohne kunstmässig erneuert zu werden, noch im Gebrauch geblie-ben und gleich jenen den Namen „alte Cölner, Frankfurter, Leip-ziger Strasse etc." führen. Es sind dies die Strassen der vorletz-ten oder dritten Periode. Untersucht man nun die Letzterennäher, so finden sich an ihnen so viele Spuren noch älterer Anlagenvor, dass kein Zweifel bleiben kann, diese Strassen seien durchspätere Veränderungen aus noch früher vorhandenen wirklichenKunststrassen entstanden Manchmal sind diese noch älteren An-lagen, ohne zur Benutzung künstlich verändert worden zu sein,.liegen geblieben, und man nimmt dann noch deutlicher wahr, dass 'es kunstgemäss angelegte Strassen sind, die sich jedoch in einem,durch Jahrhunderte langen Gebrauch herbeigeführten Zustandeeiner stark vorgeschrittenen Zerstörung befinden. Sie lassen siclials die Strassen der zweiten Periode bezeichnen. Es gibt aberauch grössere oder kleinere Strecken, wo diese alten Kunsstrassennicht in späteren Gebrauch genommen, und daher fast unverän-dert geblieben sind, und in solchen Fällen lässt sich dieGonstruction derselben sehr deutlich erkennen. Es sind dies dieStrassen der ersten Periode, deren Ueberreste sich durch allefolgenden Perioden hindurchziehen, bald durch den langen Ge-brauch, wie in der zweiten Periode, bald durch künstliche Nach-hülfe, wie in der dritten und vierten, mehr oder minder verändertund in nicht seltenen Fällen ihrer ursprünglichen Kennzeichen