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und die Profile der Letzteren lassen unzweifelhaft erkennen, dasssie nicht etwa durch Auswerfen der Erde aus den Hohlwegenenststanden sein können. Sie besitzen genau die Form der Strassen-wälle der ersten Periode, und es gibt Stellen, wo an ein und der-selben Seite des Hohlweges der mittlere Hauptdamm und derdarauffolgende Seitenwall erhalten, während an der anderen Seitedes Hohlweges der andere Seitenwall verschwunden ist, woraussich klar ergibt, dass von einer Entstehung durch späteres Aus-werfen nicht die Rede sein kann. Es gibt aber auch viele dieserStrassen, besonders auf trocken gelegenen Höhen, wo man denmittleren Damm beharrlich beibehielt und nicht durch die Seiteu-gräben fuhr, wodurch jener nach den verschiedensten Richtungendurchbrochen und manchmal bis zur Unkenntlichkeit entstellt er-scheint, während die Seitenwälle viel deutlicher erhalten geblieben;in den meisten derartigen Fällen aber kann man an den beider-seitigen Grabenspuren das ehemalige Vorhandensein des mitt-leren Dammes zwischen den beiden Seitenwällen noch wahrnehmen.In dieser Weise zehrte das ganze Mittelalter, theils durch An-wendung für den Verkehr theils durch Erweiterung des Acker-baues, an den Strassen des Alterthums, ohne etwas Erheblicheszu deren Erhaltung beizutragen, und es kann uns nieht wundern,dass das einstige Dasein dieser ehedem so ausgedehnten undmassenhaften Anlagen jetzt nur mehr durch ein genaues und ein-gehendes Studium ihrer Ueberreste erkannt werden kann. Erstmit dem 16. Jahrhundert finde ich die ersten landesherrlichenVerordnungen, welche sich auf eine Instandhaltung der Land-strassen beziehen, und man kann sich eine Vorstellung von demdamaligen Zustände derselben machen, wenn man z. B. in einerVerordnung des Herzogs Wilhelm von Jülich-Cleve-Berg v. J.1554 liest, dass die Landstrassen so weit gehöht werden sollten,dass die Wagenräder wenigstens kniehoch über Wasser blieben.Von diesen Strassen der zweiten Periode, die demnach nichtsAnders sind, als die der ersten, nur in einem sehr demolirtenZustande, habe ich nur an solchen Stellen Durchschnittsprofileaufgenommen, an denen sich die drei Wälle aus den hinterlasse-nen Spuren noch mit Sicherheit erkennen lassen. —
Während im Mittelalter, wo das Fuhrwesen noch unbedeu-tend war, die Personenbeförderung zu Pferde, und der Waaren-