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Der römische Pfahlgraben von der Wetter bis zum Main : nach eigenen Lokaluntersuchungen dargestellt
Entstehung
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südlich der Altenburg, zwischen der Kinzig und der Lach, deut-lich wahrnehmen lässt. Man hat auf alle diese Umstände heider bisherigen Limesforschung nicht immer hinreichend geachtet,und ist in dem Bestreben, die Richtung des Pfahlgrabens durchAuffindung deutlicher Wälle und Gräben zu bestimmen, auf diein der dortigen Gegend zahlreich vorhandenen Landwehren ge-rathen, die man um so mehr für Reste des Pfahlgrabens hielt,als man sich bei näherer Untersuchung überzeugen musste, dassdieselben nach Lauf und Construction nicht, wie man gewöhnlichannahm, dem Mittelalter, sondern einer viel früheren Zeit ange-hören. So geschah es bei dem Pfahlgraben zwischen Rückingenund Marköbel und in der Umgegend von Hungen. Auch auf demVogelsberge und Spessart sind noch so zahlreiche Reste von Land-wehren vorhanden, dass Arnd fast in jeder Richtung einen sol-chen Limes hätte herstellen können , wie er ihn in der von ihmprojectirten Richtung durch Combinirung der nach den verschie-densten Richtungen laufenden Stücke zu Stande gebracht hat.

Eine fernere Bestätigung für den vorbezeichneten Lauf desPfahlgrabens liefern die an demselben vorkommenden zahlreichenRömerstätten , wie bei Arnsburg, Inheiden, Echzell, Altenstadt,Marköbel, Rückingen und Grosskrotzenburg, die wir, wie schondie bei einzelnen gefundenen Ligionsteine ausweisen, sämmtlichfür Castelle halten , welche in der durchschnittlichen Entfernungvon einer Meile am Durchschnitte der nach dem Pfahlgrabenführenden Heerstrassen lagen , wie dies in ähnlicher Weise auchan dem übrigen Theile des Pfahlgrabens beobachtet ist. Ausser-dem haben sich auch Spuren von den zwischen den Castellenegenen Wartthürmen ergeben , und zwar in zwei Trümmer-haufen, welche südlich von Birklar, nach Aussage der dortigen: Bewohner, in der Richtung des Pfahlgrabens im Felde lagen undan denen behauene Steine erkennbar waren, sowie in einem drit-ten mit römischen Alterthümern untermischten Steinhaufen, denDuncker neuerlich im Bulauwalde fand. Auch befindet sichnoch an der Westseite des Pfaffendammes beim Neuwirthshauseine aus Wall und Graben bestehende rechteckige Verschanzung.

Es wird nun die Aufgabe der dortigen Altherthumsvereinesein, durch sorgfältige Nachgrabungen an den bezeichneten Rö-merorten die Bestimmung derselben festzustellen , die vorbeifüh-