Druckschrift 
Local-Forschungen über das alte Grenzwehrsystem auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen und in der Provinz Hessen-Nassau
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

1. Das Grenzwehr System vom Siebengebirgerlieinab- un d r he in aufwar ts stellt sich als ein dichtverflochtenes Netz von Gebückgräben dar, die miteiner grossen Zahl von Wachtposten besetzt waren.

Aus welcher Zeit und von welchem Volke rühren diese Ge-bückgräben mit ihren Warten her?

2. Vom Siebengebirge an rheinaufwärts ist eingrosser, wenn nicht der grössere Theil der Gebück-gräben in Palissadengräben umgeändert worden.

Zu welcher Zeit und von welchem Volke ist diese Verände-rung ausgegangen?

3. Ein Theil der Palissadengräben ist in einermehrfach gekrümmten aber zusammenhängend fort-laufenden Linie mit steinernen Wartthürmen be-setzt worden.

Aus welcher Zeit und von welchem Volke rühren diese stei-nernen Thürme her?

4. In einer spätem Zeit sind die Trümmerhau-fen der zerstörten Thürme zu Warthügeln wieder-hergestellt worden.

In welcher Zeit und durch welches Volk hat diese Wieder-herstellung stattgefunden ?

5. Sowohl die Palissaden- wie die Gebückgrä-ben sind nur als todtes II indem iss zum Schutze derbegrenzten Gebiete, nicht aber zur Verth eidig ungdurch dahinter aufgestellte Mannschaft bestimmtund eingerichtet.

Es ergibt sich aus den bisher gelösten, und mehr noch ausden nicht gelösten Fragen über die Grenzwehren, dass die bis-herige Limesforschung schon darum von ihrem niedrigen Stand-puncte sich nicht erheben konnte, weil man sich principiell nurmit einer einzigen Linie, dem Pfalgraben, beschäftigt, und alleübrigen völlig unbeachtet gelassen ; man hat alle diese zahlreichenZweige, ohne sie auch nur untersucht zu haben, ohne Weitereseiner späteren Zeit zugeschrieben, und nicht geahnt, dass jenePfalgrabenlinie nur aus Stücken dieser einzelnen Grenzwehrzweige