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zusammengesetzt ist. Die Forschung wird daher eine unvergleich-lich weitere Ausdehnung gewinnen müssen, wenn sich wesentlicheFortschritte in diesem so wichtigen Theile der Alterthumskundesollen erwarten lassen.
Vorstehendem Berichte erlaube ich mir hinzuzufügen, dassdurch den Jngenieur-Obersten von Cohausen in den Jahren1874 und 1875 ausführliche Untersuchungen der alten Verschan-zungen aller Art in der Provinz Hessen-Nassau stattgefunden,wozu von dem K. Ministerium der Geistlichen, Unterrichts- undMedicinalangelegenheiten die Mittel gewährt worden sind 1 ); wirwerden demnach von jener Seite baldigst vollständige Aufklärungüber das dortige Grenzwehrsystem mit seinen zahlreichen Schan-zen zu gewärtigen haben. Dagegen sind von den vielen altenErdwerken und Landwehren in Westfalen nur einige an der Lippeuntersucht worden, und eben so wenig hat auf der linken Rhein-seite eine systematische Erforschung der dortigen zahlreichen Grenz-wehren und Schanzen bis jetzt stattgefunden. Mit Recht sagtHerr v. Cohausen: „Ob wir eine Münze, eine Statuette, eine Lampe
1) „Das königliche Ministerium für geistliche, Unterrichts- und Medici-nal-Angelegenheiten hatte bereits im Jahre 1874 die Mittel gewählt für Erfor-schung des Pfalgrabens, soweit er das , was. wir unser nicht scharf begrenztesVereinsgebiet nennen, berührt, sowie die in demselben liegenden anderweitigenVerschanzungen, Landwehren und Ringwälle. Die Arbeiten wurden damals beiGrüningen in dei Wetterau begonnen und bis Ems an der Lahn fortgeführt.Sie wurden im verflossenen Sommer von hier bis in die Gegend von Höningeu,wo die Grenze zwischen der Germania sup. u. inf. zu suchen ist, vollendet.Der Zug des Pfalgrabens nebst den zugehörigen Ueberresten vot Castellen undThürmen wurde in die Generalstabskarte eingetragen, sowie zahlreiche Detailauf-uahmen vermessen und gezeichnet. In Gleichem, wenn auch nicht so abgeschlos-sen, wurden auch die andern Verschanzungen, die man oft irrthümiieh für Theiledes Pfalgrabens gehalten hatte, deshalb und um ihrer selbst willen inden Kreis der Untersuchung gezogen, vermessen und gezeichnet". Bericht desConservalors über die im Auftrage des K. Ministeriums etc. von ihm fortgeführ-ten Untersuchungen des Pfalgrabens und andern alten Verschanzungen etc.
Rhein. Kurier 1876 Nr. 3u3.