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verseben sind. Es findet sich nun, dass fast alle dem Rheine zu-niiclistgelegenen Grenzwehrzweige zwischen dem Siebengebirgeund der Wied die genannte Construction haben; ferner zwischenWied und Lahn besitzt dieselbe der Pfalgraben von Segendorfbis Arzbach, dann der Arm von Bad-Ems bis Mogendorf, undvon der Lahn bis zur Aar haben alle bis jetzt bekannten Grenz-wehrzweige, ein-chliesslich des Pfalgrabens, diese Bauart. Dieübrigen Grenzwehren, vom Siebengebivge rheinaufwärts, weisen,so weit sie bis jetzt untersucht sind, die Bauart der niederrheini-schen Gebückgräben auf.
Wir haben hiernach zwei Arten von Grenzwehren am Ober-rheiri, nämlich Gebück- und Palissadengräben. Unterden Palissadengräben lässt sich nun wiederum unterscheiden zwischender langen Linie des „Pfalgrabens" und den übrigen zum Theilmit ihm zusammenhängenden Grenzwehrzweigen. Der Pfalgrabenaber zeichnet sich vor den Letzteren dadurch aus, dass seine War-ten aus viereckig gemauerten steinernen Thürmenbestehen, die, wie die Warten an den übrigen Grenzwehren,in Entfernungen von je 1000 Schritt auseinanderliegen. Nachder gewöhnlichen Meinung soll der Pfalgraben auch mit Castellenversehen gewesen sein; dies scheiut mir jedoch noch nicht erwiesen.Dass das Castell bei Niederbiber des Pfalgrabens wegen angelegtworden, wird doch wohl seine grossen Bedenken haben; als zwei-tes Castell gilt die „alte Burg" nördlich von Heimbach, die manjedoch nicht als ein Castell im eigentlichen Sinne ansehen kann,da sie im unregelmässigen Viereck nur aus trockenen Mauernbestand und keine Spur von Alterthümern aufzuweisen hat; ausser-dem liegt sie nicht am Pfalgraben, sondern 1600 Schritt davonentfernt. Ebenso liegt das Castell zu Marienfels 1 j i Meile vomPfalgraben ab, während jedoch das zu Bad-Ems, „die Schanz",und das bei Holzhausen a. d. Heide, dicht an der Grenzwehr liegen ;es ist aber hiebei nicht ausser Acht zu lassen, dass alle die ge- |nannten Befestigungen, ohne Ausnahme, dicht an alten Heerstrassenliegen, und dass solche Strassen erwiesenermassen mit solchenCastellen besetzt waren. Daher können jene genannten Castelleeben sowohl den Heerstrassen, an denen sie liegen, als den Grenz-