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neueren Auffindungen der in der Provinz Hessen-Nassau geführtenUntersuchungen fernerhin darzuthun.
Auf der rechten Lahnseite zieht die Grenzwehr unter demNamen „Pohlgraben " von Bad-Ems die Höhe hinan, zwischenKemmenau und der „schönen Aussicht", durch den Wald einerSchneuse entlang, von welcher sie alsbald rechts abbiegt und biszu dem von Kemmenau nach Arzbach führenden Wege geht; dieUeberreste werden zwar immer schwächer, lassen sich jedoch deut-lich in nordöstlicher Richtung bis zum „weissen Stein" verfolgen.Von hier bis zu dem von Welschneudorf nach Arzbach führendenWege sind die Spuren auf eine kurze Strecke verschwunden, wer-den jedoch von den Landleuten noch in einem Feldraine ange-deutet. An dem genannten Wege tritt die Grenzwehr unter demNamen „Wildgraben" wiederum sehr deutlich auf, und zwar inzwei Armen, von denen der eine die Richtung nach Arzbach hat,der andere in der bisherigen Richtung, und links nahe an Welsch-neudorf, Ober- und Niederelbert und Horressen, dann in nörd-licher Richtung an Dernbach, Ebernhahn und Siershahn vorbei bisMogendorf verfolgt worden ist; er soll noch weiter bis Helfers-kirchen und darüber hinaus gehn. Der andere Arm geht west-lich unter einigen Krümmungen über den Kellersberg in dasThal des Altbaches bei Arzbach hinab. Im Thale selbst sindkeine Spuren vorhanden, kommen aber etwa 10 Minuten oberhalbdeutlich zum Vorschein und lassen sich den Abhang hinan durchden Forst Masserot nach dem Oberelberterwald hin verfolgen.Nach des Oberstl. Schmidt Vermutlmng *) soll der Pfalgrabenvom weissen Stein, wo er eine nordöstliche Richtung hat, zurückin einem Bogen an der Kirche von Arzbach vorbei bis östlichvon Cadenbach gehen; ich kann aber nur sagen, dass ich unge-achtet wiederholten Suchens in dieser Richtung, ebenso wie Schmidt,keine Spur einer Grenzwehr gefunden, und dass nach meinen Er-kundigungen die ältesten und ortskundigsten Leute der Gegendebenfalls nichts davon wissen Der jenseits Arzbach von llill-scheid kommende Graben endet, nachdem er die MontabaurevLandstrasse überschritten, in dem Walde östlich von Cadenbach,
1) Localuntersuchungen über den Pfahlgraben, S. 42.