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4 (1832)
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530
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I

530 Pandect. L. XU V. Tit. 1. De exceplion., praescription. etc.

10. MODESTIN, lib. XII. Respons. Modestinushat gesagt: eine zwischen dritten Personen rechtlich entschie-dene Sache stehe einem Andern nicht im "Wege ; anch könne,wenn Derjenige, wider den erkannt worden, Erbe Dessen ge-worden, wider den nichts entschieden worden ist, demselben,wenn er Erbschaftsklage erhebt, ans demjenigen Urtheil keineEinrede entgegMSngeaetfct werden, welches er, im eigenen Na-men streitend, bevor er Erbe geworden, erhalten hat.

11. Idem lib. XIII. Resp. Wer nach vorheriger An-erkennung von Urkunden, als seien sie echte, und erfolgtemrichterlichen Spruch Zahlung geleistet hat, und nachher, nach-dem man sich von der Wahrheit der Sache überzeugt, Und dieUrkunden als falsche befunden worden sind, Anklage erhebenund den Beweis übernehmen will, dass die Urkunden falscheseien, aus denen er belangt ward, indem er dieselben auf Ge-heiss oder ein Zwisehenurtheil des Richters unterschrieben halte,kann dem, frage ich, eine Einrede entgegengesetzt werden?da doch auch durch kaiserliche Constitutionen ausdrücklichvorgeschrieben worden, dass, wenn auch aus falschen Urkun-den eine Snclie rechtlich entschieden worden wäre, und die-selben nachher für falsche befunden würden, die Einrede derrechtlich entsrliledeucn Sache nicht entgegengestellt werdendürfe. Modestinus hat geantwortet: deswegen, dass eineZahlung aus Irrllium geleistet worden, oder eine Sicherheits-beslellung wegen der Zahlung in Folge solcher Urkunden ge-schehen, die jetzt als falsche angefochten werden, hat keineEinrede slnlt.

12. ULP. lib. XXXVIII. ad Ed. Es ist allgemeineRegel, dass bei vor Entscheidung der Hauptsache zur Sprachekommenden Vorfragen 0 ) Derjenige die Stelle des Klägers

9) Ccnerahter in praejudieiis actoris parlis sustinet, qui halclintenlionetn leeuhdum id quod .iulcndit; Hicron. Eleni Diu-trib. s. Kxcrcil. lib. II. c. Vi. (T. 0. II. p. 1430.) sagt:l'rae Judicium dicilur aut res, quae cum statuta fuerit, aj-fert judicaturis cxcmplitm (juod sequantur, aul (juuestio, quacallerius cauiae cognilionem sistit, dum de isla judicatum tit, ideo-que praejudicium vocatur, tjuod ante de ea judicari debet.Ködern modo in isla, de quo agimu», responso praejudicium ac-cipimit». Agilur autem hie de eis modo quaeslionibus, »i qutic-ratur, über quis sil an servus, ingenuus an Überlas, fiiius silnecne. Istae quaesliones quidem in Judicium venire potsuittprincipalilcr; iulcrdum vero {ul hie) de Ulis cognoscitur propteruliam quaeslioncm ante motam. Quando fgitttr praejudicioagilur conlemplalione allerius litis, jam Ut constiluatur, quisactoris, quis rci parlibus fungatur, non hoc consideramiis,uler in praejudicio possidet, ted uter in praejudicio illud alta;< I,quod si probaverit, in priorc judicio rincel. Die Worte gut ha-bet tnlcnt. etc. heissen also: qui habet et oblinct intentionem