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Dürers Rosenkranzfest und die Fugger : Konrad Peutinger, der Begleiter Dürers
Entstehung
Seite
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Pirckheimer vom 6. Januar 1506, nachdem er vorausgebendeine Besorgung von Büchern für den Humanisten erwähnt hat:«Aber bedürft Ihr sunst etwas, das laßt mich wissen, das willich Euch mit ganzen Fleiß ausrichten. Und wollt Gott, daß ichEuch großen Dienst kunnt than, das wollt ich mit Freudenausrichten. Wann ich erkenn, daß Ihr mir viel thül. Und ichbitt Euch, habt Mitleiden (d. h. Nachsicht) mit meiner Schuld»— Pirckheimer hatte Dürer nämlich die Reise durch ein Dar-lehen erst ermöglicht — «ich gedenk öfter doran denn Ihr.Alsbald mir Gott heim hilft, so will ich Euch ehrberlich zahlenmit großen Dank. Wann ich hab den Tewtzschen zumolen ein Tafel, davon geben sie mir hundert undzehen Gulden rheinsch; dorauf geht nit 5 fl. Kostung.Die wird ich noch in acht Tagen verfertigen mit Weißen undSchaben. So will ich sie von Stund an anheben zu molen.Wann sie muß, ob Gott will, ein Monet noch Osteren auf demAltar stehn. Das Geld hoff ich, ein Gott will, alls zu ersporen.Dovon wil ich Euch zahlen.» Die gute Absicht Dürers, sogleichmit dem Malen des Bildes zu beginnen, wurde freilich durchäußere Umstände verhindert. Am 7. Februar, also gerade einMonat, später, schreibt er dem Freunde: «Und heul hab icherst mein Tafel angefangen zu entwerfen. Wann mein Handsind so grindig gewest, daß ich nit erbeten hab kunnen. Aberich habs vertreiben lossen.» Zu Ende des Februar ist er nochfleißig an der Arbeit. «Wissl auch,» meldet er unter dem 28.Pirckheimer, «daß es mir von den Genoden Gottes wolgeht unddaß ich flugs erbel. Aber vor Pfingsten getrau ich nit fertig zuwerden.» Anfangs April erwähnt er die Tafel wieder einmal;der Eifer hatte aber schon einen harten Stoß erlitten und warsogar einer gewissen Abneigung und Mißstimmung gewichen,unter welcher ersichtlich in den folgenden Monaten auch dieArbeitsfreude litt. «Ihr sollt auch wissen,» schreibt er am 2-April nach Nürnberg, «daß ich viel Gelds gewunnen möchthaben, wo ich der Tewtzschen Tafel nit hätt angenummen zumachen. Aber es ist ein große Erbet doran und ich kann sievor Pfingsten nit wol ausmachen. So gibt man mir nit mehr,denn 85 Dukaten, so wißt Ihr, [daß] das auf Zehrung [d. h.Unterhalt] geht . . . Aber wissent mein Meinung: ich hab im

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