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Dürers Rosenkranzfest und die Fugger : Konrad Peutinger, der Begleiter Dürers
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Willen, nit hinauszuziehen (d. h. heimzukehren), his daß Gottgibt, daß ich Euch zu Dank künn zahlen und hundert fl. Ubrigshab. Ich wollts auch leichtlich gewinnen, wenn ich der Tewtz-schen Tafel nit hält zu machen . . . Nächst auch versieh ichmich, vor Herbstzeit nit künneti hinaus ze kummen. Wann dieTafel, die auf Pfingsten bereit wird, geht alle auf Zehrungkaufnund Zahlung. Aber dornach, was ich gewinn, hoff ich zu be-halten.» Ganz anders klingt es wieder, wie sich die Tafel imSeptember endlich ihrer Vollendung nähert. Da schreibt Düreram 8. des .Monats in übermütigster Stimmung: «Item Avißt, daßmein Tafel sagt — dazu malt er eine lachende, weibliche Fratzein den Brieftext — sie wollt ein Dukaten drum geben, daß Ihrssacht. Sie sei gut und schon von Farben. Ich hab groß Lobdordurch überkummen, aber wenig Nutz. Ich wollt wol 200Dukaten der Zeit, gwunnen habn und hab groß Erbet ausge-schlagen, auf daß ich heim müg kummen. Und ich hab auchdie Moler all geschtilll. (d. h. ihnen den Mund gestopft), die dosagten, im Stechen war ich gut, aber im Molen west ich nitmit Farben umzugehn. Itzt spricht .Iderman, sie haben schönerFarben nie gesehen . . . Item der Herzog (d. h. der Doge Le-onardo Loredano) und der Patriareh haben mein Tafel auchgesehen.» Am 2?>. September kann er endlich dem Freunde dieVollendung des Bildes melden. «Auch wißt, daß mein Tafelfertig ist.» Und voll berechtigten Stolzes setzt er hinzu : «Undwie Ihr Euch selbs wolgefallt (nämlich in den diplomatischenErfolgen';, also gib ich mir hiemil auch zu verslehn, daß bessersMariabild im Land nit sei. Wann all Künstner loben das, wieEuch die Herrschaft. Sie sagen, daß sie erhabner, leblicherGemäl nie gesehen haben.» Doch hält er nicht allzuviel vonder Aufrichtigkeit dieses mit südlicher Freigebigkeit gespendetenLobes. «Wie ist uns beeden so wol,» schreibt er in dem letzten,erhaltenen Brief dem Freunde, «so wir uns gut gdunken, ichmit meiner Tafel und Ihr cum voster Weisheit. So man unsglorifizirt, so recken wir die Hals über sich und glaubens. Sosteht etvvan ein böser Lecker dorhinter, der spott unser. Dorumglaubt nit, wenn man ISuch lobt.»

Wir sehen, es ist ein wechselndes Auf und Ab in derStimmung des Meisters gegenüber seinem Werke. Erst die ganz

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