phale Element des Schaffens und der Schaffendenkaum etwas. Nun ereignen sich zwar zwischendurchseelische Miterschütterungen über das Anerzogeneoder Konvention Gewordene hinaus; Miterlebnisse amKunstwerk, die namentlich den jungen Menschen aufsstärkste beeinflussen können. Aber gerade hieran -von wo aus eine innere Richtigstellung zum Künstle-rischen erfolgen könnte - erweist sich am bedenk-lichsten das Grundverkehrte unseres Gesamtverhal-tens zur Kunst. Denn dazu müßte sie selbst die rich-tige Stellung zum Leben beanspruchen dürfen, keinAbseits dazu bilden, sich vor der allem Lebendigeninnewohnenden Tendenz, vor dem organischen Zu-sammenschluß mit allen innern Betätigungen, nichtfürchten; sich eingestehen, daß sie von den primi-tivsten Regungen der Phantasie bis in die Abrundungzum reifsten Kunstwerk von ein und demselben Men-schentum ausgeht und dessen Grundeinheit dient, jadiese ermöglicht. Ist es aber nicht so, dann wird esaußerordentlich fraglich, ob die von ihr ausgehendetiefere Wirkung auf Jugend und Entwicklung wün-schenswert sei; denn dann bedingen die von ihr er-wirkten seelischen Erschütterungen eine Vorweg-nahme von Kräften, die hinterher da, wo das Lebennach ihnen verlangt, abseitig ausgegeben wären. Dannist sie eine Suggestion, die ablenkt und schwächt,eine versucherische, ungute Angelegenheit, auf die
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