/\UF dreierlei Weise ließe sich denken, daß RainerMaria Rilkes Werk und Leben wiedergegeben würde:im Versuch seiner künstlerischen Würdigung, imVersuch psychologischer Forscherarbeit daran, end-lich im Versuch der Sammlung von mit ihm ver-knüpften Erinnerungen. Alle drei Möglichkeiten hättenunendlichen Reichtum auszubreiten, selbst wenn manseinen eigenen Zweifel teilen möchte, wie er ihn ein-mal in bezug auf das Durchgraben großer Dinge derVergangenheit äußert (Brief über Roms Denkmäler):„denen die Bewunderung unrecht tut, wenn sieeine bestimmte und beschreibliche Schönheit an ihnenerkennt, denn sie haben ihr Gesicht in die Erde ge-halten und haben alle Benennung und Bedeutungvon sich abgetan; als man sie fand, da haben siesich, leicht, über die Erde erhoben und sind fastunter die Vögel gegangen, so sehr Wesen des Rau-mes und wie Sterne stehend über der unstäten Zeit."Das hier Aufgezeichnete läßt bewußt nach den ge-nannten möglichen drei Richtungen alle Vervollstän-digung außer acht: sowohl an kritischer Würdigung
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