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an die Hofkapelle Aachen , dass die erstem , der Erzbischof von Köln und der Bischof vonLiiltieh , an dem Multer Gottes Altare nur Messe lesen dürften. >) Am 13 April bestätigte der Kaisernochmals die freie Abiswahl und die Privilegien der Abtei Korneli-Münster, und genehmigle die Wahldes Lantfried zu deren Abt. 2 ) Am 12. Oetober schenkte der Kaiser einige seiner Besitzungen zu Dort-mund in Westphalen an den Altar im obern Geschosse der Marien-Kirche im Pallaste Aachen , der zuEhren der Auferstehung des Heilandes geweiht war. s )
Dass die Errichtung dieses Altars ursprünglich mit in dem Plane des Jnnern der durch Karl d, G. erbau-ten Hofkapelle gehört habe , wird schwerlich zu erweisen sein. Als aber der Flecken Aachen, der schonzu den Karolingern sich betrachtlich ausdehnte und mit jedem Jahre an Einwohner- und Häuser-Zahlzunahm, sah man sich endlich gezwungen, den Pfarrgottesdienst auf die Emporkirche (das Ilochmünstcr} zuverlegen , und zu dessen Behufe diesen Altar zu errichten. Da dieses aber nicht urkundlich zu beweisenist, so will ich es auch nicht für gewiss gehalten haben. Als nachher der Pfarrgottesdienst in der nahe gele-genen St. Foilan-Kapelle verlegt worden ist, erscheint der fragliche Altar nicht mehr in dem Verzeichnissder Altäre der Münslerkirchc.
Am 14. Oetober des genannten Jahres schenkt der Kaiser dem Kloster Epternach ein Gut in dem DorfeGuddinga bei Aachen. 4 ) Vom Oetober dieses Jahres bis Ende December blieb der Kaiser in Aachen.
Die Benedictiner Abtei Burtscheid war nunmehr förmlich geregelt. Eine andere religiöse Stiftung für dasweibliche Geschlecht entstand im Jahre 997 an der königlichen Kapelle auf dem Salvatorberge (Luouesberg nachder Urkunde) , welche Kapelle mit dem Berge und dem Dazugehörenden Otto III. von der Abtei Prüm ans Reicheingetauscht. Eine fromme, kinderlose Wiltwe von edler Geburt, Namens Alda gründete nämlich milBewilligung desKaisers am 26. Oetober des obigen Jahres an der gemeldeten Kapelle ein Kloster für freigeborne Jung-frauen und Wittwen. Der Kaiser schenkte der Alda zu ihrer Stiftung nicht nur den besagten Berg mitder Kapelle und dem dazu Gehörenden , sondern auch die kaiserliche Kapelle zu Jngelheim mit denihr anklebenden Zehenten und Einkünften
Die Wittwe s-henkle ihre sämmtlichen Besitzungen, die sie zu Veldericke , Leidon, =) Umeron , Dhcsteund Maldericke halte , dem von ihr gegründeten Kloster , und begab sich mit einigen andern gleichgesinntenJungfrauen in dasselbe , um dort nach der Bcgcl des h. Benedict ihr Leben im Dienste Gottes zuzubringen. •)
*3 Cod. aquen diplom. pag. 36. N. 49.
*J Cod. dipl. aquen. pag. 62. N. 91.
z ) Cod. dipl, aquen. pag. 12. N. 10.
*) Ilontheim hist, diplom, Trevir. T l.pag.3'61. Bertholet II istoire de Lu.vemb, T. III. pag, XII,
s ) Das predium Leidon , die jetzige Pfarre Schieiden unweit Aldenhoven war die wichtigste Besitzung
der Alda. und iiherwiegte die andern zusammen.
% Cod, dipl. aquen, pag. 33, N. 46.