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Waldungen und Sümpfen festgesetzt. Worauf sie, dem bei Aachen stehenden Heere Arnolfs, die Zufuhrder Lebensmittel abschnitten. Ungewiss ob der Zug der Normänncr durch Ripuaricn nach Köln, oder überPrüm nach Trier gehen sollte, oder ob sie wieder zurück über die Maas wehen wollten, konnten die Anfüh-rer des königlichen Heeres keinen festen Entsehluss fassen. Doch nickten sie am 20, Juni Morgens beiTages-Anhruch mit dem Heere bis über das Flüsschen Geul vor. Allein hier wurden sie von den zahlreichenNormännern überfallen , und geschlagen. Unter den Gebliebenen befanden sich , der Erzoischot von MainzSonzo und der Graf Arnolf. Wahrscheinlich ist diese Schlacht bei dem Dorfe Gülpen vorgefallen, undnicht bei Meersen,
Arnolf, dem die Nachricht der Niederlage seines Heeres gemeldet wurde, zog gleich ein neues aus den orien-talischen Gegenden seines Reichs zusammen, eilte damit über den Rhein an die Maas. Die Normannerhalten sieh nach der Schlacht über diesen Fluss zurückgezogen, und ihren Raub und die in der Schlachteroberte Beute auf ihre Schiffe in Sicherheit gebracht. Hierauf kehrten sie siegestrunken zurück undverschanzten sich an den Diel-Fluss, unweit Löwen. Sie fingen nun an , das ihnen gegenüber stehende könig-liche Heer zu verspotten und demselben mit verächtlichen Worten zuzurufen. Arnolf dadurch aufgebracht, hielteine feurige , ermulhigende Anrede an die Franken, die. Alemanen waren schon heimgekehrt , worauf jene vonden Pferden stiegen, und gegen ihre Gewohnheit den Feind zu Fuss angriffen, über den sie einengrossen Sieg erfochten , und dessen Lager eroberten. Nur Wenige der Normänner erreichten ihre Schiire.
Im Februar des folgenden Jahres kamen die bei den Schüren gebliebenen Normänner verstärkt wiederüber die Maas in Ripuarien und zogen plündernd bis nach lionn , wo sie aber durch ein bei der villaLandulfesdorf stellendes Heer der Franken aurgehalten , bei der Nacht durch die Waldung bis nach Prümschlichen, welche Abtei sie gänzlich verheerten und wo sie viele Menschen erschlugen. Dann zogen siein die Ardennen , in welchen sie ein auf einem steilen Berg neu gebautes, festes Sehloss eroberten, vieleMenschen erschlugen und grosse Beute machten, mit welcher sie nach ihren Schiffen eilten, und weg-segelten. ')
Auf diesem räuberischen Zuge der Normänner, wurde der 8tc Abt der Abtei Korneli-Miinslcr, Jgelhar-dus oder Egilhardus , Nachfolger des Abtes Nevelongus bei der villa Bcrchcin ermordet. Zu dessen Gedächt-nis» ist in dem nahen Wald bei ßohlciulorf 2 ) eine Kapelle errichtet worden, die insgemein St. Eulardgenannt wurde. 893 wurde Ludwig das Kind geboren.
Auf dem königlichen Placitum im Mai 895 ernannte Arnolf mit Bewilligung der Grossen des Reichsseinen natürlichen Sohn Zuentebold zum König in Burgund und Lotharingen. 896 wurde Arnolf in Romvom Pabste zum Kaiser gekrönt. Er starb 899 im Deeemlier zu Regenslnug, und wurde in der dorligenKirche des h, Emmeran beerdifft.
') Regin. Chron, bei Verls, /• <: pag. 602—604.% ) Units , Bürgevuiehletei Bergkeim , Pfarri Bergheimer Dorf.