178 Larnul oder die Verzweiflung.Schöne, grausame Asalir, warum befahlst dumir den Jüngling zu erlegen? Lang vervarf ichdeine dringenden Worte: lang widerstand ich denbetrügrischen Tönen deiner Stimme: aber endlich,durch die Wut deiner Liebe entflammt, horcht ich.dem verderblichen Schall deiner täuschenden Zun-ge; und das Gift der Leidenschaft siegte über mei-ne Seele. Ich gieng und beleidigte den Jüng-ling. Ich zwang meinen Allar, zu Waffen: Un-dankbar beschimpft' ich den Freund!"Larnul," sagte er, "mit dir werd ich nichtkämpfen. Ich kann das Blut meines Freundsnicht vergießen. Verlangest du aber mein Leben,dann senk hier deine Klinge hinein." Er öffneteden lieblichen Busen, und sprach mit der sanftestenStimme: “Sohn Armins durchbor dies leidendeHerz. Das Leben hat für Allar keinen Reiz mehr,seitdem Larnul mein Sterben verlangt.Eine brennende Thräne brach aus meinem glü-henden Auge. Stark schlug mein Herz gegen mei-ne Brust. Noch laurte verborgen in meinem Bu-sen die Liebe des Jünglings: aber die Gedanken
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