159Lamor.Ein Gedicht.Inhalt.Dieses Gedicht hat die Ueberlieferung nichtvollständig auf uns gebracht; was davon übrigbleibt, sind Theile eines größeren Werkes, undmachen nichts, als Bruchstücke aus. Allem An-sehn nach ist das übrige gänzlich verloren, undalle Hoffnung zu einer künftigen Entdeckung deſ-selben uns versagt. Wenigstens sind meine eifrigstenBemühungen, auf irgend eine Spur davon zugelangen, voͤllig fruchtlos geblieben. Anfangs warich entschlossen, diese Bruchstücke zu unterdrücken.Da sie aber voll von jener edeln, und rührendenEinfallt sind, die uns in den Gesängen der Cel-tischen Barden so sehr entzückt, so dachte ich, siemögten dem Publikum kein unangenehmes Ge-schenk seyn. Der Zeitpunkt, in welchem sie ge-schrieben worden, ist nicht genau bekannt; aberdie Empfindungen darin sind groß und erhaben,und Sprache und Sitten verrathen, daß sie ausdem entferntesten Alterthume sind.
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