Larnul oder die Verzweifl. Ein Gedicht. 177Allar, der liebreichste Jüngling von Salem, wardie gehame Lust meiner Seele. Eins waren un-sere Freuden und Leiden. Wir lernten zusammenzu Murri *) den Bogen spannen: zu Gaser **)lernten wir die Lanze werfen. Wir bekämpftenzuſammen die Feinde von Erin: unſere Klingenwurden öfters mit dem Blute von Lochlin gefärbt.Mit mir theilte er jede Gefahr: mit mir hob erdas Seegel nach Ithro, die Ehre des Speers zuerwerben. Ich focht mit dem starknervigten Kor-lo, und es erhob sich ein heftiger Streit. Ichrief den Fürsten zum tödlichen Kampfe. - Wirtrafen den Führer auf der Ebene von Sonal. EinPfeil durchborte meine Seite, und ich stürzte zuBoden. Vor mir hob Allar den Schild. Wutflammte aus seinem rothrollenden Auge. Er schlugden mächtigen Krieger, und trug mich zu meinemhochbemasteten Schiffe. Aber mich vertheidigendward er verwundet. Blut floß von seinem Busen,da er meine Tage gerettet. — Weh mir! ich habeseine Liebe mit Haß vergolten. Er rettete meinLeben. Ich vergoß schändlich sein Blut!M*) Ein berühmter Ort in Ullin, wohin man von verschie-denen Ländern die Waffenübungen zu lernen kam.**) Ein Ort in Moma, wo man auch Waffenübungenlernte.
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