169Ein Gedicht.Töne der Wehmut, trauriges Klagen, mur-melnde ahndungsvolle Gesänge, breiteten durchdie Gegenden, gräßliche Bilder des Leidens. Esfolgte ein todähnliches Schweigen.Endlich erschien eine gräßliche Schaar. Sieführten meinen Sohn in Ketten. Ach theurerJüngling meiner Liebe! dein Schicksal zerreißt meinunglückliches Herz. Du wolltest deinen Vater be-sprechen, ich suchte zu deiner Hülfe zu fliehen. Ver-gebens war unsre Bestrebung: Fruchtlos unser fle-hendes Geſchrei. — Murkur ergriff die langenLocken des Jünglings; er schleppte ihn zum ab-hangenden Steine *) des Tods; dann schäumendmit wilder Wut brüllt' er diese Worte heraus.-Udan empfang dies jugendliche Blut. DiesemSchwerde schenktest du Sieg. Es zahlt dir dank-bar dies BlutUngeheur, rief ich in Zorn, vergieß das mei-nige. Durch meine Lanze fielen deine Helden.L 5*) Diese Steine werden, wie eine Art Gottheit vonden alten Scandinaviern gehalten, und geehrt.
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