Ein Gedicht.das Meer; Der Mond, feirlicher Beherrscher derNacht, goß seine bleichen Strahlen über die zit-ternden Wogen. Ein Seufzer durchfuhr ihrenBusen, und also hob sie ihr klägliches Lied.„Du liebreiches Licht des Himmels, du scheinstSulimas Schmerzen zu fühlen; die Wehen ihrerSeele zu theilen. Blaß durchwanderst du die Wol-ken, bleich und schwach sind deine Strahlen! Haſtdu eine Geliebte zu beweinen? Hast du, wie ich,einen Vater zu betrauern?Ihr seyd gelegt, ihr stürmischen Winde. EuerBrausen schreckte meine Seele; ich ward bangfür den Geliebten meiner Seele. Ihr westlichenWinde füllt seine Seegel, führt ihn sanft, ihrrollenden Wellen! denn mein Kalmar ist sanftund gelind. Mut und Liebe herrschen in seinerBrust.Ach, sinkt ihr rauhen Felsen in die Tiefenhinunter! Zieht eure rauhen Spitze von denFlächen des Meeres hinweg! Ihr seyd dem küh-nen Schiffer verderblich. Ihr seyd dem AugeSulimas gehäßig.
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