Oßians letztes Lied.130eitle Prahlen der Waffen! alles, alles ist nur einschwindender Traum.a So sang der alte Gellamin. Seine Worte schmelz-ten meine Seele. Ich vernahm seine abnehmendeStimme. Ich gieng, und fand ihn erstarrt.Ach Oßian, eitel sind die Freuden des Lebens,eitel die Länge der Täge.Die Sonne sich erfreuend in ihrer jugendlichenKraft, schießt ihre frühen goldnen Strahlen überGlanmors felsigte Gipfel, und scheint dem grünenbenachbarten Thal fortdaurendes Glück zu verspre-chen. Die ganze Gegend lächelt umher, jeder mitThau besprengte Busch gießt angenehme Gerüchein die Lüfte. Der Jäger, durch die Wärme er-weckt, grüßt den lieblichen Morgen: um ihn sprin-gen seine schnaubenden Hunde. Für Freude hüpftsein Herz. Aber ach, bald verschwindet diese glück-liche Scene.Durch die pfeifenden Wälder rauschen un-geſtüm die heulenden Stürme des Norden.Schreckbar rollen die unſtaͤten Wolken. Schloſ-sen raßlen gegen die Felsen. Vom stürzenden Re-gen geschwollen brüllen die schäumenden Gießbäche.
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