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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
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131
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Oßians letztes Lied.131Sie führen in ihrem reissenden Laufe ungeheureTrümmer von Felsen, und schicken Verderben insThal. Mit gräßlichem Krachen börstet aus demdunkel rothen Busen der Wolke, die schreckbareStimme des Donners; der helle Schimmer derSonne verschwindet, und gräßliches Dunkel be-decket die Fläche. Zu Zeiten fliehen durch dieSchatten feurige Blitze, und vermehren das Grau-sen umher.Zerschmettert, und am Boden gestreckt liegtda die herrliche Ulme. Einst war sie des ForstesRuhm, und die Ehre des Hügels. Sie scheintzu sagen: einst wallte mein stolzes Haupt zwischenden Wolken des Himmels; wohlthätige Strömeernährten meine Wurzel. Breitbeflügelte Adlernisteten in meinen Aesten. Das Reh, der Hirsch,und der Eber flüchteten sich in meine Schatten.Aber es kam die Stunde meines Falls, und nun,da lieg ich, aus meinen Wurzeln gerissen, versengt,und zu modern bestimmt. Alles muß endlich ver-gehn. Auch der Mensch, wird ein Raub der ver-zehrenden Zeit. Sie ergreift ihn in ihrem wäl-zenden Flug, und rollt ihn hinweg im Strome derJahre. Heut ist sein Ruhm groß auf der Erde,Morgen wird der Schall seines Namen vergessen.J 2