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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
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125Oßians letztes Lied.an unsern Hügeln? Wessen Schwerd blitzte wiedeines im Streite deiner Freunde? Wessen Rathwar so heilsam, wie deiner? Wer beförderte, wiedu, das Wohl deines Lands? Aber Glück folgtnicht immer, o Barde, den Pfaden der Gerechten.Wie die schwarze Wolke des Westen über das Ant-litz der Sonne sich stürzt, und beim Ende ihrerglorreichen Reise den Glanz ihres schimmerndenLäufes verdunkelt, so schließt sich öfters mit Un-glück das Leben des edelsten Kriegers.Ich irrte einst an dem Hügel, und hörte dieKlagen des alten Gellamin. Seine Stimme warsanft, wie das Lüftchen des Frühlings, das durchdie grün keimenden Zweige der Hayne sich schwingt.Er saß an einem zertrümmerten Felsen neben derQuelle eines murmelnden Baches. Seine grauenLocken seufzten im Hauche, und wallten um sei-nen Staab. Thränen flossen über seine veraltetenWangen. Er sang, und die Geister des Hügelshorchten aufmerksam sein Lied.Ach warum so still, o du Wind? Warum rollstdu so sanft, du murmelnder Strom! da Orkanemeine Seele durchwühlen, da Aufruhr der Weh-