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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
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112Lieder der Tröster.Rauhe Winde pfiffen durch die gebrochenen Ritze.Plötzlich vermehrte sich das Brausen des Sturms.Hart schlug der rasselnde Hagel, und stürzende Re-gen an die Seite der einsamen Höhle. In ge-brochenen Stößen, schreckbar und laut, brüllte dieleidige Stimme des Donners. Die entferntenFelsen wiederhohlten die Schläge, und zu Zeitenzeigte der funkelnde Blitz der Scene Verwüstungund Greuel. Plötzlich verschwand er, und allgemei-nes Dunkel bedeckte die Gegend. Endlich brachder erwünschte Morgen hervor. Die Sonne ergoßsich aus ihrem Lager, wie rothgeschmolzenes Erzaus der Schmiede von Airgroß sich stürzt. Kaumdrang sie durch den dicken röthlichen Nebel: aberallmählig überwand ihre Kraft. Der Nebel warzerstreuet, und das Schrecken der Nacht wegge-scheucht. Die weit ausgedehnten Ebene, am Fußedes Berges, zeigten ganz lebhaft das Bild desmenschlichen Glückes. Das Meer, sanft und ruhig,von dem Fluͤgel des Sturms nicht gestört, schienin seinem mächtigen Bette zu schlummern. Diesereizende Aussicht wiegte mein Gemüth zur Ruhe.Lang überdacht' ich den plötzlichen Wechsel; dannergriff ich meine Harfe, und sang: Warum