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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
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Ein Gedicht.113Warum bist du, o Mensch, so mit Sorgen ge-foltert! Warum ein Raub der Wehmut! Eitelist das Prahlen deiner Macht! Eitel der Stolzdeiner Kraft!Sag, in dem Hochmut deines Herzens demMeere: "hoͤr auf zu bruͤllen, befiehl der Sonnein der Mitte ihres Laufs still zu stehen. Dein Be-fehl ist fruchtlos, eitel dein gebietendes Wort.Dunkle Jahre rollen ihren Lauf voran. Jahr-zeiten wechseln ohne deinen Willen. AngenehmerSonnenschein folgt dem schwarzen Gewitter. Sa-ge: warum geschieht dies? Unbeständigkeit ist dasGesätz der Natur.Siehe jenen stolzen hervorragenden Felsen, derso gebieterisch über die Thäler sich hebt, und inseinem erhabenen Stande sich freuet; Dieser Felswird im Staube zergehen, oder plötzlich in demThale, das er itzo verachtet, zertrümmern.Siehe das reizende Mädchen, das nun durchdie Halle dahergeht. Eingezogenheit, wie der er-quickende Wohlgeruch, der über die Heide im Früh-ling sich gießt, begleitet seine lieblichen Schritte.