Ein dramatiſches Gedicht.73geraubt; denn Sira herrscht allein in meinerSeele.Komm, Schönste, zum Hause meines Vaters,wo seine erhabenen Thürme über den weißschäu-menden Gießbach von Arduf sich ragen, unddicke, hohe Bäume sie, von der Wut der nordischenStuͤrme, beschuͤtzen. Nicht mehr soll der finstreSangar dich trüben: Mein Speer hat den Krie-ger zu Boden gefällt.Sira.Denn ist der Schänder gestraft! Nun werdich mit dir gehen, Kinfena, und wohnen in denThürmen deines Vaters. Beschützest du mich,mein Geliebter, dann wird kein Krieger deineSira beschimpfen; keiner ihren Namen verschwär-zen.Nicht mehr wird Sulmalla meinen Zorn erre-gen: nicht mehr ihre List den geheimen Seufzervon meinem Busen hervorrufen: denn du bist mirtheurer, Kinsena, als der Strom dem langejag-ten Hirsche: theurer, als der blumigte Busch demRehe.E 5
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