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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
72
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Kinfena und Sira.Wahrheit meine Seele erhebe. Aber du bist tückisch,Sulmalla; schwarzer Neid verdunkelt deine Seele.Ach möchtest du, in der Zukunft, Sulmalla,verlassen seyn, wie ich itzt bin. Aber erst kostendas Glück, das ich ehedem genoß, dann sinkenin das Weh, so nun meine Seele zerreißt.Ach, wo bist du, geliebter Kinfena! Könntestdu den tiefen Seufzer meines Herzens vernehmen!Könntest du meine häufigen Thränen erblickenerblicken, wie sie meinen Busen benetzen, wegendir!Aber wer ist drunten im Thale? Sein Hauptliegt gebückt auf seinem Arm. Er scheint tiefsinnigund traurig. Weh mir! Es ist mein Kinfe-na! Warum bist du, Kinfena, so traurig undeinsam? Warum einsam, und ohne Sulmalla?.Kinfena.Sira, irgend ein Feind unsres Glückes hatdir eine leidige Rede gehalten. Kinsena hat deinezarten Worte gehört, und die Schmerzen seinerSeele sind weg. Weder Sulmalla schönes Mäd-chen der Berge, noch irgend ein liebreiches Mäd-chen der Thäler, hat dir das Herz deines Führers