Ein dramatiſches Gedicht.71zurück von dem Berge von Mora; kehr zurück,oder ich sterb aus Verzweiflung!Aber siehe, sie steigt vom Berge herab, schim-mernd, wie der Bogen der Luft, wann die wäss-rigte Sonne im Thale sich zeigt, und der Forstvon Mora heller erglänzt. Ihr getreuer Darggehet ihr vor: frölich springt er um die Schöne.Aber horch! ich höre die Musik ihrer Stimme.Ihre liebreichen Töne erreichen mein Ohr. Ichwerd auf die Seite mich ziehen, ihre Gedankenzu erforschen, und die Verachtung ihres Augeszu meiden.Sira.Nicht mehr find ich Freude im Jagen; unbän-dige Liebe, du ſtörſt die Ruhe meiner Bruſt.Mein sonst zarter Kinfena ist nun treuloß undfalsch. Sulmalla hat mir den Geliebten wegge-raubt: Aber wessen hast du dich zu rühmen, Sulmalla! daß Kinfena deine Zierde vorziehe. DiMädchen von Mora loben meinen Wuchs; dieJugend von Samar preiſſet meine Schönheit.Ich weiß, daß mein Herz ist mild, und daß*) Der Name eines Hunds.E 4
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