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Historische Nachrichten über Benrath
Entstehung
Seite
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59vruntliche lieve swaiger, Her Erick Bischoff zu Münster etc.unss unlanxs doin schryven, we syne lieffden in meinongeweren uff oevermorgen, we U. lieffden bewust, maindach inunse Stat Duysseldorf zu syn, ouch an uwe lieffden begerenlaissen sich zu Benraide zu voigen; So hait syne lieffdenUnss nu wederom doin schryven ind sulche ankompst erstrecktbis uff den neisten dinxstach na sent Gallen dach we Uwelieffden vernemen in Copie her jun gelacht. Hain wir vrünt-licher meinonge nyt willen verhalden derhelven U. L. de unserhr got lange beware.Gegeven zur Bourch uff den neisten Saterstach na sentfranciscus dach Ao. etc. V.XIIII.Johan altste son Hertzouch.Im Jahre 1519 genehmigt Herzog Johann von Jülich undBerg, ältester Sohn von Cleve, Gemahl der Maria, Erbin derHerzogthümer Jülich und Berg, der einzigen Tochter Herzog Wil-helms und der Herzogin Sibilla, die von der verwittweten HerzoginSibilla ihrer Kammerjungfer auf das Schloß Benroide testamenta-risch angewiesene Leibrente von jährlich sechs Malter Roggen.1539 am 20. Februar wird zwischen der Herzogin Maria, alsWittwe des vorgenannten Herzogs Johann, und ihrem Sohne Wil-helm Herzog von Jülich, Cleve, Berg, bei dessen beabsichtigter Ver-mählung mit der Herzogin von Mailand, betreff des Witthumbs derHerzogin Mutter, ein Vergleich getroffen, wonach derselben bei etwai-gem frühen Tode des Sohnes Orsoy, Hambach und Burg oderBeurade angewiesen wurden.Endlich 1577 erläßt letztgedachter Herzog Wilhelm vom SchlosseBenrath aus ein Edict wegen der ausgebrochenen Pest.Aus vorstehenden urkundlichen Belegen geht zur Genüge hervor,daß das Schloß Benrath als Grafensitz auf ein hohes Alter Anspruch machen darf und häufig den bergischen Fürsten, noch häufigeraber deren Gemahlinnen zum zeitweiligen Aufenthaltsorte und be-ziehungsweise zum Wittwensitze diente.Alles Obengesagte bezieht sich auf das älteste Schloß, welchessich nur in dem NamenAltes Schloß erhalten hat und gegen-wärtig als Caſerne dient.Durch die Veränderungen, welche dasselbe im 17. Jahrhundertbei dem Bau des von der Pfalzgräfin Magdalena errichtetenSchlosses, wovon im folgenden Abschnitte Rede sein wird, erlitten