581494 den 29. Juli ist das Schloß Benrath nebst dem Hofeund Zubehör von Herzog Wilhelm dem Godert von Hanxler fürein Darlehn von 2000 Goldgulden in Pfandnutzung unter derBedingung eingeräumt, ein anderes Pfandobject von gleichem Werthedem Gläubiger zu geben, wenn die Herzogin Sibilla von Branden-burg für den Fall, daß sie Wittwe werde, ihre aus dem obigenEhevertrage herrührenden Rechte auf Benrath daran geltend machenwerde.Im Jahre 1507 ist das Schloß wieder im Besitze des Her-zogs, wie sich aus folgendem Schreiben ergibt, worin derselbe denMagistrat zu Cöln um einen Arzt bittet:„Wilhem Hertzouch zu Guylge, zu dem Berge jnnd Grave zuRavensberg Ersamen besondere lieven vründe. So as wir enwenichunpesslich syn, haven darom den Eirbern unseren lieven getrüwenMeister Diederich van Dordricht, unse doctor in medicinen, ussneistkoemen Donrestag zu Unss bescheiden zu koemen. Verstainwir, der vurgerürte unse Doctor uyr erleuffenis haven moiss uyßCöln dermassen zu zehen. Begeren demna guttlich an üch, datIr eine Unss zu gefallen erleuven willen uff vürßagte zeit zu Unsszu koemen. Vermoiden wir Unns zu üch. Gegeven zu Benroideuff unser liever frauwen dach Assumptionis Ao Ve ind vij.Den Ersamen lieven vründen Burgermeister und Rhatt derStat Colne.Nach dem 1511 zu Düsseldorf im Scholasteriehause erfolgtenTode Herzogs Wilhelm bewohnte dessen Wittwe Sibilla von Brau-denburg das Schloß Beurath, zwischen welchem und Haus Castersie ihren Wohnsitz wechselte, obgleich sie auch häufig zu Düsseldorfam Hofe ihrer Tochter Maria, Gemahlin Johanns Herzog vonCleve, verweilte.Gelegentlich einer Reise, welche der Bischof von Münster 1514an den Hof nach Düsseldorf unternahm, schreibt Herzog Johannseiner Schwiegermutter Sibilla, daß der Bischof die Absicht ausge-sprochen habe, sie in Benrath zu besuchen.An myn gnedige alde frauweUns wie altzyt lieffs ind gutz vermoigen als billich mitvruntlichen groissen.Hoichgeboren fürstynne, vruntlige werde lieve frauweind moider. So als der Eirwirdige Hoichgeboren furst ind
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