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Historische Nachrichten über Benrath
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49Iistorisches Museuml. M. II.170der StadtDüsseldorf.VII.Historische Nachrichten über Benrath.Zusammengestellt von Notar Strauven.EinleitungDas Land rechtsrheinisch zwischen Sieg und Ruhr war bisins neunte und zehnte Jahrhundert trotz der nahen Grenze des rö-mischen Reichs und der späteren Besitznahme durch die ripuarischenFranken zumeist mit Wald bedeckt.Wenn schon, namentlich in der Rheinebene, die häufig vorkom-menden Begräbnisplätze der alten Germanen auf eine frühzeitigenicht unbedeutende Bevölkerung schließen lassen, während das rauheund unwirthliche, höher gelegene, an der Rheinebene sich hinziehendeBergland nur wenige oder stellenweise gar keine Grabstätten nachweist, so mögen doch die festen Wohnplätze bei den ältesten Ur-bewohnern, welche hauptsächlich von Jagd und Fischfang lebten unddie Viehzucht nur in dem Maße pflegten als natürliche, rein vonder Natur geschaffene Weideplätze, in den nächsten Bruch= Bachund Flußgebieten es zuließen, nicht in dem Maße und sicher nichtin dem Umfange vorhanden gewesen sein, wie dies der später sichausbildende an feste Wohnstätten geknüpfte Ackerbau im Gefolgehaben mußteVon den ältesten festen Niederlassungen dieses Gebiets trägtaber eine große Zahl ihre Entstehungsgeschichte zu jener Zeit, woder Ackerbau sich als Hauptsache Geltung verschafft hatte, in ihremNamen, indem eine Masse von Ortschaften, Weilern und Güterndie Anfangs= oder Endsilbe Ro, Rode, Rath führt, welches eineRottung im Walde bezeichnet.Zur Unterscheidung der vielen Rode tritt nemlich in der Regeleine Vor= oder Endsilbe hinzu, wie dies z. B. in den Namen Rich-rath, Garath, Benrath, Roland, Rottberg, Rotthausen, Rade vormWalde u. a. m. der Fall ist.Unter den diese Bezeichnung führenden Höfen und Oerternsind aber selbstverständlich jene, welche nur als Rode oder Rathvorkommen, ohne durch eine Beisilbe eine nähere Bezeichnung ihrerZ. d. B. G: V. 10.