60hat, ist jetzt kaum noch eine Spur dieses ältesten Baues zuentdecken.Dasselbe scheint mit dem Aussterben des elevischen Stammeswährend des Erbfolgestreites und des dreißigjährigen Krieges alsfürstlicher Aufenthalt unbewohnbar geworden zu sein, wozu die oben-erwähnten Pfandnutzungen nicht wenig beigetragen haben mögen, daes in der Natur der Sache liegt, daß ein Pfandnutzer nur dieallernothwendigsten Reparaturen und selten Verbesserungen vornehmenwird, wofür er vom Eigenthümer keinen Ersatz beanspruchen kann.Der zu diesem Schlosse gehörige Ackerhof liegt bekanntlich innächster Nähe.Ursprünglich gehörte zu diesem Schlosse die Mühle zu Urden-bach, welche bis zum 14. Jahrhundert am Ufer des Rheins lag.Eine zweite Mühle lag zu Beurath, welche bei der Regulirung desItterbachs behufs der Wasserkünste, welche beim Neubau des vonCarl Theodor, Kurfürsten von der Pfalz angelegten Schlosses ein-gerichtet wurden, ganz beseitigt worden ist.II. Abschnitt.Das von der Pfalzgräfin Elisabeth Amalie Magdalena, gebornen Prinzessin vonHessen=Darmstadt, Gemahlin des Pfalzgrafen Philipp Wilhelm erbaute Schloß.Im Jahre 1660 überwies Pfalzgraf Philipp Wilhelm, Herzogvon Jülich, Cleve, Berg, seiner Gemahlin der Pfalzgräfin ElisabethAmalie Magdalena gebornen Prinzessin von Hessen=DarmstadtHaus und Hof zu Beurath mit allen seinen von Alters her dazugehörigen Appertinenzien, nachdem bereits früher (nachweislich seit1657) zu Benrath ein Hirsch= und Wildschweinpark angelegt undGabriel Engels zu Benrath zum herzoglichen Hirschbewahrer ernanntworden war.Am 1. August 1660 wurde der zum Schlosse gehörige Hoffür 530 Reichsthaler jährlicher Pacht dem von der Pfalzgräfin zuihrem Burggrafen in Benrath ernannten Wilhelm Hansen in Pachtgegeben.Schon am folgenden 1. Mai 1661 wiederholt die Pfalzgräfindie Ernennung des Hansen zum Burggrafen mit dem Bedeuten, daßderselbe bei vorkommenden Bauten auch die Bauschreiberstelle zuversehen habe.
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