•514und auch in diesem Vertrauen war sie fest und stand-haft. Nichts konnte sie um den Glauben bringen,daß Jehovah sich der Menschen mit Liebe annehme.Auf ihn hoffte sie, Er war ihre Zuflucht! — Es isteine Freude, solche Menschen zu finden, die sich selbstgleich bleiben und nicht ohne Regel und Absicht han-deln, die da wissen, was sie thun und stets ein festesZiel vor Augen haben. Mit ihnen lebt man gern inhäuslicher Verbindung, man findet sie nicht lästig undwunderlich, von ihnen wird man weder durch Schwach-sinn noch durch Starrsinn gequält. Ruth, m. Fr.,sey uns deshalb vor vielen Andern ihres und unsersGeschlechts gepriesen!IV. Lasset uns viertens auch den stillen Gleich-muth bewundern, womit sie sich in alle gewiß nichtangenehme und erwünschte Schicksale ihres Lebensfügte. Für Manche ist es freylich nicht sehr schwer,einen solchen Gleichmuth zu beweisen. Sie sind vonNatur härter und gefühlloser; das, was sie drückt,drückt sie nicht sehr hart, das, was sie schmerzt,schmerzt sie nicht sehr heftig; alles, was ihnen be-gegnet, macht keinen sehr tiefen Eindruck auf sie;die Widerwärtigkeiten, die ihnen zustoßen, ziehensie sich weniger zu Gemüthe. Solche weniger füh-lende Menschen können das Unglück leichter ertra-gen und wenn sie sich gleichmüthig und gelassen be-
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