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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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284
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S284Wo aber nicht Stille und sanfte Bewegung die herr-ſchende iſt; da kann auch nicht Heiterkeit ſeyn. Owie sollten wir daher diesem zweyten Hindernissefleuren, wie sollten wir unsere Leidenschaf-ten zu beherrſchen ſuchen! Wie ſollten wirwachen über jede Regung unsers Herzens! wie soll-ten wir jede Regung der Prüfung unsrer Vernunftunterwerfen! wie sollten wir alles, was uns bösar-tig erſcheint, in ſeinen erſten Keimen unterdrücken!wie sollten wir in den Stunden der Stille über unsselbst nachdenken, den Zustand unsers Herzens er-forschen, gute Vorsätze erneuern, beten! wie soll-ten wir uns bemühen, die Vernunft in uns zumHerrn zu machen! Ohne diese Beherrschung unsererTriebe und Leidenschaften werden wir nie zum Be-sitz einer anhaltenden Heiterkeit gelangen.Es giebt ausser diesen innern Hindernissen vonSeiten des Körpers und Geistes auch äussere, weltche von äussern Umständen herrühren. Dahin rech-ne ich:.3) solche Berufsgeschäfte, die uns entwe-weder zu schwer oder unsern Neigungen zuwidersind. Wer solche hat, der hat ebenfalls keinen Frie-den. Sind sie ihm zu schwer; so wird er unwillig,er fühlt seine Schwäche und wird, weil das derMensch nicht gern will, traurig darüber oder ver-brießlich. Sind sie ihm zuwider; so wendet er sie