28⁵⁰gern davon ab: muß er sie verrichten; so thut eres mit Widerwillen und bedauret, daß er seine Zeitund seine Kräfte nicht besser und mit mehr Lust an-wenden kann. In beyden Fällen ist keine Zufrieden-heit und keine Stille in seinem Herzen; wie könnteda also Heiterkeit hervorgehen, wo die Quelle dazufehlt. Ist es uns daher um Heiterkeit zu thun, somüssen wir solche Berufsgeschäfte ver-meiden, die uns zu schwer oder nicht nach demHerzen sind, müssen, wenn wir uns ein Amt odereine Handthierung erwählen, sorgfältig mit unsernKräften und mit unserer Neigung zu Rathe gehen,nicht voreilig und ohne Ueberlegung diesem oder je-nem Geschäfte uns widmen. Eltern, welch einGlück und welch ein Unglück können wir über unsreKinder bringen, wenn wir sie zu ihrem künftigenBerufe beſtimmen! — Iſt aber einmal die Wahlgetroffen und können wir die Geschäfte, die nichtnach unserm Herzen sind, nicht ohne große Gefahrund ohne großen Schaden gegen andre vertauschen,so müssen wir ihnen so viel als möglich Geschmackabzugewinnen uns bemühen, müssen die guten undangenehmen Seiten derselben aufsuchen, müssen sieso gut als es in unsern Kräften steht vollführen, müs-sen in der guten Vollführung, ja in der Unterdrü-ckung unserer Neigungen, in der Aufopferung un-serer selbst unsre Freude suchen und auf diese Weise
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