28166von der Regel, wenn man in einem schwächlichen,kranken Körper einen heitern Geist findet. In derRegel ist Schwächlichkeit und Krankheit des Körpersein so mächtiges Hinderniß der Heiterkeit, daß beyeinem gewissen Grade derselben das, was man Hei-terkeit nennen möchte; nur den flüchtigen Sonnen-blicken zu vergleichen ist, welche in einer trübenJahreszeit zuweilen die Erde erfreuen. — Wollenwir bey unserm Streben nach Heiterkeit sicher ge-hen, so müssen wir diesem ersten Hindernisse, derSchwächlichkeit und Kränklichkeit desKörpers entgegenarbeiten und Gefund-heit und Stärke dagegen zu erhaltenund zu befördern suchen. Es wird uns ob-liegen, alles zu vermeiden, was uns verweichlichtund unsern Körper reitzbarer macht. Mäßigkeit inder Befriedigung unserer Lebensbedürfnisse, Mäßig-keit im Genuß jeder Freude, Mäßigkeit in jederArt der Anstrengung, in der Anstrengung des Gei-stes, wie in der Anstrengung des Körpers, Ab-wechselung der Arbeit und der Ruhe, kurz Maaßund Ziel halten in allen Dingen, mit jedesmaligerRücksicht auf unsre Kräfte und auf unser Tempera-ment muß uns die heiligste Pflicht seyn. Wir müs-sen die innern Regungen des Herzens nicht zu hef-tigen Begierden und zu heftigen Verabſcheuungen,viel weniger zu anhaltenden und verzehrenden Leit
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