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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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251
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251⁵⁰wilde Lust. Hat er Traurigkeit; so ist seine Trau-rigkeit weder Verzweiflung, noch tiefe Schwermuth.Hat er Begierde; so ist seine Begierde nicht Heftig-keit und Ungestümm. Hat er Furcht, so ist seineFurcht nicht Aengſtlichkeit und Verzagen. Erfühlt vielmehr eine stille friedliche Be-wegung in sich. Es ist in ihm, wie es wohl inSommertagen am Abend zu ſeyn pflegt. Die Luftist hell, ist milde; die Sonnenstrahlen erleuchtenund erwärmen sanft; ein sanfter Wind kühlt undweht Erfrischung durch die Natur; man sieht dieKraft der Natur und fühlt ihren wohlthuenden Ein-fluß. Der heitre Mensch ist ferner zufrieden,sowohl mit den äussern Umständen, als mit sichselbst, sowohl mit der Zukunft, als auch mit derVergangenheit und Gegenwart. Er findet die Schick-sale seines Lebens gut und weise bestimmt. Er fin-det sich selbst durch seinen geführten Wandel weiserund besser geworden. Er ist beruhigt durch denGlauben, daß auch in Zukunft sein Schicksal nachden Gesetzen der ewigen Weisheit und Güte werdebestimmt und daß Er selbst durch seinen Wandel,durch sein Nachdenken und durch seine Erfahrungenimmer mehr werde erleuchtet und veredelt werden.Und eben durch diese Zufriedenheit ist er geneigtzur Freude. Er ſieht mehr Gutes als Boͤſes inder Welt und an den Menschen. Auch an dem,