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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
Seite
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035allem was sie gethan haben und nach allen Um-ständen, die ihm auffallen. Mit edlem Herzen lehrter sie wohlthätig seyn und die leidende Unschuld eh-ren. Lasset die arme Moabitinn (Ruth) auch zwi-schen den Garben auflesen, sprach er zu ihnen,lasset von den Garben=Haufen auch absichtlich etwasfür sie liegen aufzulesen, lasset sie auch mit euchessen und trinken, thut ihr doch ja nichts zu leideund machet sie nicht beschämt. Das waren bessereZeiten, meine Freunde, als Herrschaften und ihreDiener auf eine solche Weise beyderseits Freude an derArbeit hatten, ihre Sorgen und Mühen liebreichtheilten und mit gewissenhafter Strenge auf den We-gen der Tugend, der Thätigkeit und der Unschuldwandelten.III. Drittens. So ein guter Herr Boas gegenseine Diener war, so ein liebreicher Wohl-thäter war er gegen die Dürftigen.Er unterstützte die Nothleidenden.Das ist freylich das erste bey der Wohlthätigkeit.Man darf es nicht bey theilnehmenden Blicken undliebreichen Worten bewenden lassen, sondern manmuß helfen. Dem Verlegnen muß man rathen,den Betrübten trösten, dem Gefallenen aufhelfen,dem Armen mittheilen, dem Arbeitsdürftigen Arbeit