0•0227Mit dieser steten und wohlgeordneten Thätigkeitverband er dann auch eine weise Häuslichkeit. Beyso großem Vermögen hätte er großen Aufwand ma-chen können: aber er kannte die übermäßigen Be-dürfnisse nicht, die sich so mancher reiche Mannaus Weichlichkeit und Vergnügungsſucht angewöhnt;er lebte eingezogen und mäßig. Er hätte sich mitseinem Reichthume ein höchst bequemes Leben ver-ſchaffen und alle Tage herrlich und in Freuden lebenkönnen: aber er zog die Arbeit vor und verschwen-dete nicht; er war sparsam in Nahrung und Klei-dung und darum konnte er so freygebig seyn gegendie Dürftigen und kam nicht in Noth in den Zeitender Theurung. Er konnte eine reichlichbeſetzte Tafelführen und mit seinen Dienern hoch daherfahren:aber er aß mit ihnen ein einfaches Mahl und freuetesich mit ihnen einer wohlgeordneten Arbeit. Er hättevielleicht weit und breit fröhlichen Lebensgenuß ſichaufsuchen können: aber die Freude im häuslichenKreise, die Freude auf eigenem Acker und an eige-ner Tafel zog er jeder andern vor. Sehet, so warBoas in seinen häuslichen Geschäften und das istdas Bild eines verständigen Vorstehers seines Haus-.wesens. — Betrachtet ihn nun auchII. als einen guten Herrn gegen seineDiener. — „Ihr Herren, was recht und billig9½
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