22684nung, sondern auch, so viel als möglich, auf eineſtrenge Pünctlichkeit. In einer ſo an ſtete und wohl-geordnete Thätigkeit gewöhnten Familie kann Keinervon den Hausgenossen irgend eine Unthätigkeit oderUnordnung dulden. Keiner läßt sein Werk liegenund Keiner kann sich zur Ruhe legen, wenn er weiß,daß durch seine Schuld etwas Nöthiges unterbliebenoder irgend etwas in Unordnung gelassen ist.So, Geliebte, war es in dem Hause des Bo-as. Obwohl er ein reicher Mann war, der für seinVergnügen hätte leben können, konnte er doch nichtmüßig seyn. Er besorgte sein Hauswesen selbst undlegte selbst Hand ans Werk. Er führte über alleswas in seinem Hause geschah, die Aufsicht, undsah bey allen Geschäften selbst nach. Er gieng zuſeinen Dienern, die die Geſchäfte auf ſeinem Ackerversahen, hinaus, und ermunterte sie durch eigenesExempel zur Arbeit. Wo wir ihn nur sehen, über-all erblicken wir ihn thätig und unverdrossen in derArbeit. Er ruht nur dann, wann Müdigkeit unddie zu beschwerliche und der Gesundheit gefährlicheHitze des Tages es erfordern. Und was er mit sei-nen Dienern verrichtet, das verrichtet er alles zuſeiner Zeit und am gehoͤrigen Orte, er ſäet, wanngesäet werden muß, und dinget Schnitter, wann1die Erndte da ist.
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