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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
Seite
225
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22½#hen, als wenn er müde geworden; nie will er sichein Vergnügen erlauben, als wenn er sich desselbendurch vorhergegangene Arbeit werth gemacht hat. Auchan denen; die um ihn her sind, kann' er keinenMüßiggang dulden. Seine Hausgenossen ermunterter durch Ermahnung und eigenes Exempel zum Fleißin den Geschäften. Sie dürfen so wenig, wie er,ihre Zeit und ihre Kräfte verschwenden. Jeder mußin dem ihm angewiesenen Werke ohne Unterlaß dasSeinige thun. Mit vereinigten Kräften wirken sieim häuslichen Kreise ihr gemeinschaftliches Werk.Und dies alles nicht nach Willkühr, nach Einfällenund Launen, sondern nach Ueberlegung und Regel.In dem Hauſe eines verſtändigen Hausvaters undeiner verständigen Hausfrau hat alles seinen ange-wiesenen Platz und jedes Geschäft seine bestimmteZeit. Was in der einen Stunde geschehen soll,darf nicht in einer andern geschehen. Man fängtseine tägliche Arbeit nicht blindlings an und greiftnicht nach dem ersten Geschäfte, welches sich zeigt;sondern man macht sich für seine verschiedenen tägli-chen Geschäfte mit sorgfältiger Ueberlegung einenPlan; bestimmt es, wann und wo und in welcherOrdnung und von wem sie vollbracht werden sollen.Man hält nicht, blos mit Fleiß, sondern auch mitder ernstlichsten Entschlossenheit auf stete und regelmä-ßige Thätigkeit. Man sieht nicht blos auf Ord-th. II.