55224Menge betrügen und zuletzt selbst schlimm genug da-bey fahren.Es ist bald gesagt, meine Freunde, was dazugehöre, ein verständiger Vorsteher seines Hauswe-ſens zu ſeyn. Es gehört dazu erſtens, daß manmit seinen Hausgenossen in einer ste-ten wohlgeordneten Tätigkeit lebe, undzweytens, daß man damit eine weise Häus-lichkeit verbinde. Aber wie gesagt, so ge-than, meine Freunde! das ist die Kunst, die nicht—so leicht geübt, als beschrieben wird.Wer wie Boas seinem Hauswesen gebührlichvorstehen will, der muß ferne seyn von Trägheitund Müßiggang. Seine Geschäfte müssen ihm liebwann erund werth seyn. An sie denkt eerwacht, an sie, wann er das Tagwerk be-schließt. In der ordentlichen Verwaltung derselbenbesteht seine vorzüglichste Freude, sein vorzüglichsteshäusliches Glück. Er läßt keine Zeit unbenutzt vor-beygehen, ohne irgend etwas zum Besten seinesHauswesens zu verrichten. Auch kleine Zwischenrän-me, die man so leicht durch Nichtsthun oder durchgeschäftigen Müßiggang verliehrt, benutzt er durchirgend eine nützliche Beschäftigung und schiene sienoch so gering und unbedeutend. Er befindet sich insteter Thätigkeit; Ruhe und Erholung verstattet ersich nur als Lohn für seine Arbeit; nie will er ru-
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