2144bleiben sie doch ruhig, heiter und getrost. IhrMuth kann nicht unterdrückt werden, ihre Heiter-keit kann nicht ganz verschwinden. Denn bey allenSchlägen des Schicksals behalten sie noch immer dieFreude am Rechtthun. Wie es ihnen auchergehen mag, sie bleiben stets auf derselben Bahnder Rechtschaffenheit. Gesegnet oder gedrückt, imruhigen Besitze oder auf der Flucht vor der Noth,sie haben immer das Eine, das noth ist, im Auge,sie erfüllen treu und gewissenhaft ihre Pflicht. Unddas Bewustseyn, der Pflicht stets treu gelebt zu ha-ben, erfüllt ihre Gemüther mit einer eigenen Freu-digkeit und belebt sie mit einer eigenen Kraft. Wassie thun können, daß thun sie, nemlich sie handelnstets gut und recht. Was aber nicht in ihrer Ge-walt steht, das überlassen sie demüthig einer höhernMacht; nemlich die Lenkung ihrer Schlckſale, Glückund Unglück, Armuth und Reichthum, Leben undTod, dies ist ihnen nicht in die Hand gegeben, dashat sich der zu verhängen vorbehalten, der über unsund über Allem ist. Der Glaube an die weiseRegierung dieses Gottes aber erhielt in ih-nen Muth und Stärke, die Anfälle der Leiden zubestehen. Das hat Gott gethan, denkt Naemi,wenn ihr Gatte und Kinder entrissen werden. Gotthat mich betrübet, spricht sie, wenn sie als eineeinsame von ihrem Gatten und ihren Kindern ver-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten