54204Genuß des Lebens, keinen stillen Frieden, keinenFrohsinn in ihm aufkommen; vor der Freude ist seinHerz verschlossen und die Freude muß wohl vor dem-selben entfliehen. Bemerket doch jenen Hausvater,der mit schwankendem Herzen und mit unruhigemBlick unter seinen häuslichen Geschäften sich umher-treibt: was ist es doch, was er sucht und mit im-mer neuer Unruhe sucht? Er will wohl Reichthümersich erwerben, Schätze sammeln? Vielleicht; denner ist voll Sorge und Anstrengung am Feyertage wieam Arbeitstage, er ſinnt einen Entwurf nach demandern aus, versucht bald dieses bald jenes Mittel,um einen glücklichen Zug zu thun. Aber da schlägtes ihm fehl und abermals fehl. Seine Hoffnungund sein Glück verläßt ihn und sein Haus. Kanner dann durchaus kein Glück, keinen Frieden finden;ohne diese Schätze, die er nicht erreichen kann? Erfängt an, einen andern Weg einzuschlagen; willihm nicht Reichthum zu Theil werden, nun so willer nach Ehre und Glanz jagen: er wendet alles an,um den Beyfall der Welt zu erlangen; er stellt al-les, was er thut, ins Licht, giebt seine Gesinnun-gen und Thaten zu bewundern, sucht zu Ehre undAnsehen zu kommen, bemüht sich Einfluß zu erhal-ten. Aber auch dies gelingt ihm nicht; er ist dazunicht geeignet, weder in Reichthümern, noch in ho-hein Glanze zu leben. Aufs neue verſchwindet ſeine
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten