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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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203
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20Smit sich selbst einig seyn in seinem Vollbringen: someyne ich, er müsse es sich stets angelegen seyn las-sen, sein einmal bestimmtes Ziel zu erreichen; ermüsse alle seine Gedanken und Bemühungen auf die-ſes Ziel hinrichten; er muͤſſe nicht müde werden undsich weder durch innere noch durch äussere Versuchun-gen abhalten lassen, auf der einmal mit weiser Ue-.legung betretenen Bahn fortzugehen.Ohne diese Einigkeit, ohne diese Harmonie mitsich selbst findet weder im häuslichen Leben noch sonstirgendwo wahres Glück Statt, eben darum, weil vh-ne sie keine Ruhe möglich ist. Wer nicht mit sichselbst einig ist, der lebt stets in unruhiger Bewe-gung; ſein Herz iſt wie ein bewegtes unruhigesMeer, das seine Wellen bald in die Höhe, baldin die Tiefe wirft; in seiner Seele ist ein wildesGewuͤhl von allerley sich durchkreutzenden Gedanken,Entwürfen, Wünſchen und Hofnungen; bald willer lieber das eine, bald lieber das andre; bald legter es auf dieses, bald auf jenes an; unter dieseminnern Zwiespalt kömmt er nicht recht zu sich selbst,lernt nicht, sich mit sich selbst verstehen; wenn eretwas erreicht hat, so ist es nicht das, wornach ihnam meisten verlangte, dann will er wieder etwasanderes, und nicht leicht trist er das, was erwünscht, darum weil er nicht bestimmt weiß, waser will. Diese innere Unruhe läßt keinen ruhigen