a⁰⁵⁵⁰Hoffnung und sein Glück. Der Unglückliche, kanner dann nicht irgend etwas wollen, nicht irgend et-was sich vorsetzen, wovon er weiß, daß es ihm ge-lingen werde? und kann er nicht für dieses Eineleben? Ach, das ist es, daß er nicht das rechteZiel sich vorsetzt und nicht auf dem Einen, was ererreichen kann, beharrt! — Sehet doch jene unru-hige Hausmutter, die mit sich selber nicht einig balddies bald jenes beginnt; bald will sie eine stille sorgesame thätige Verwalterinn ihres Hauswesens seyn;bald will sie vor den Augen der Welt glänzen; baldwill sie der großen Welt, bald nur sich selbst undden ihrigen leben; bald will sie ihre Kinder zuMenschen, die an Leib und Seele gesund sind, er-ziehen, bald will sie mit ihren verzogenen Kindernblos Ehre vor den Thoren einlegen; bald will sieihres Gatten Beystand und Freude, bald von ihmgeehrt und gepriesen seyn. Ists möglich, daß sieihres Lebens bey einem solchen innern Zwiespalt frohwird? ists möglich, daß sie bey einer solchen innernUnruhe auch nur sehen und hören, geschweige genie-ßen kann die Freude, die uns Gott im Kreise deshäuslichen Lebens anbietet? Wird sie nicht heute deneinen und morgen den andern Wunsch und Plan auf-geben müssen? Wird sie nicht an jedem Tage mehr-mals mit sich selbst in Streit kommen?
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