#Er sieht nicht allein überall Gottes Hand, sonderner erkennt auch „alle Wege und alle Werke Gottesfür gut“ (Sirach 39, 39. 40.) Er weiß es sichzu bescheiden, daß er viel zu kurzsichtig und zuschwachsichtig sey, um über Gottes Anordnungenein richtiges Urtheil fällen zu können. Demüthiglegt er, wo seine Gedanken nicht Gottes Gedankensind, seine Hand auf den Mund und betet schwei-gend die Wege des Unerforschlichen an.Er glaubt, so schwer ihm der Glaube auch bis-weilen werden mag, daß der Herr seinen oft sowunderbaren Rath, endlich herrlich hinausführe.“Ob also der Pfad seines Lebens über Dornen oderüber Blumen, üher Ebenen oder über steile Felsenführt: er bleibt in seiner Ruhe und Fassung siegleich. Er weiß es ganz gewiß, daß er auf demWege, worauf Gott ihn fuͤhrt, endlich und zuletztins erwünschte Land getangen, und daß sich ihmdort die väterliche Herrlichkeit im schönern Glanzeoffenbaren wird. Ja, müßte er auch noch so langeden Weg der Trübsal gehen, er murrt und zagetnicht: endlich, das sieht er im Glauben; endlichkömmt doch der, der da kommen soll. (Ebr. X, 37.)Auch hat er zu seinem Führer und Vater dasZutrauen, daß er ihn unter den Leiden dieser Zeitmit seinem, Troste und Beystande nicht verlassennoch versäumen werde.“ Er versteht sich zu ihm des
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