4413.sem Götte: Jehovah, sprach sie, vergelte euch dieLiebe, die ihr an den Verstorbenen und an mir be-wiesen habet. (Cap. 1, 8.) Der Gedanke an die-sen Jehovah war ihr stets gegenwärtig, der Glau-be an ihn und seine allwaltende Regierung war in.ihrem Herzen lebendig und innig.O wie wohl mußte ihr durch diesen Glauben wer-den! welch eine Ruhe, welch ein sanfter stiller Frie-de mußte dabey ihre Brust erfüllen. Wandelte sienicht auch auf den finstersten Pfaden an der Handeines sichern Führers, von dem sie überzeugt seynkonnte, daß er auch dann, wann er durch Dornensie führte, den besten und sichersten Weg leite?Wandelte sie nicht, im Glauben, wie das Kindan der Hand seines Vaters? Brauchte sie wohl,geleitet an dieſer Hand, irgend eine Gefahr, ir-gend einen Unfall zu füchten? Und muß ich auchschon wandern durchs finstre Thal, hätte sie mitdem Psalmendichter sagen können, so fürchte ichdoch kein Unglück; denn du bist ja bey mir, deinStecken und Stab trösten mich!Denn das ist dem wahrhaft religiösen Menschen,in dem der Glaube an. Gott und seine Vorsehungrecht fest und lebendig geworden ist, eigen, daß erdurch die Schicksale des Lebens nie aus der Fassunggebracht wird. Es kann ihm nichts geſchehen, alswas Gott hat ersehen und was ihm heilsam ist.
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