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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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166
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4166sich in der Liebe und Huld stets gleich, so sehr sieihm auch erschwert wurde. Man sah ihn überhäuftvon mannichfaltigen und schwierigen Geschäften, aberauch unter dem Drucke der Arbeit ward er gegen diedie ihn umgaben, nicht unwillig. Man sah ihn vonJüngern umgeben, die bald ſeine Lehren nicht faß-ten, bald Unarten des Herzens äusserten, bald un-dankbar und untreu gegen ihn handelten: aber die,die ihn nicht verstanden, schalt er nicht, die, diefehlten, richtete er nicht, die, die sich an ihm ver-sündigten, verdammte er nicht; er zog sie alle ansein liebreiches Herz, um sie eines Bessern zu beleh-ren und auf edlere Gedanken zu bringen. Er flüch-tete aus dem Geräusche der Zerstreuungen und saßam stillen Abend einsam voll Sorge und Ueberle-gung für sein Werk: aber auch da war er freund-lich und holdselig gegen einen lernbegierigen Mann,der ihn noch so spät in seiner Ruhe störte und inseinem Nachdenken unterbrach. Man kränkte ihndurch Tadel, durch Verläumdung, durch Hohn undSpott: aber er schalt nicht wieder, da er gescholtenward, er drohte nicht, da er litt. Die Unverstän-digen suchten Klage gegen ihn: und er rief freund-lich ihre Kinder zu sich, daß er sie segnete. Manverklagte, richtete, verurtheilte und kreutzigte ihn:aber nie verließ ihn der liebreiche Geist, der ihn inallem seinem Thun und Lassen belebte, er wollte