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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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54110dentlich zu Stande; sie gelingen ihm; es achtenihn seiner Geschicklichkeit wegen seine Nebenmenschen;er findet eher sein Fortkommen und das Fortkommender Seinigen. Dieses Gefühl seiner eigenen Kraft,dieser Anblick seiner gelungenen Arbeit und diese Ach-tung, die er von Andern genießt, versüßen ihmseine Bemühungen und unter allen täglichen Arbei-ten seines Standes bleibt er deswegen froh. Ueber-nehme deswegen Keiner, wenn er seiner Arbeit frohwerden will, ein Geschäft, welches er nicht hinrei-chend kennt! und uͤbernehme daher Keiner, wenner nicht unter der Arbeit seufzen will, einen Beruf,ein Amt, wozu er nicht Geschicklichkeit besitzt!Mache sich aber auch ein Jeder, der sich einemBerufe widmet, auf die Schwierigkeiten undUnannehmlichkeiten gefaßt, die derſelbe mit ſichführt, denn ein jeder Stand hat neben seinen Freudenauch seine Last. Es mag dem Künstler immerhin eineFreude seyn, so viel Schönes durch seine schöpferischeEinbildungskraft zu ersinnen und durch seine Geschick-lichkeit hervorzubringen; aber wie oft mag es ihmſchwer werden, ſein Werk auszuführen, wie oft magseine Geduld ermüden, wie oft mögen ihm verdrießli-che Hindernisse in den Weg kommen, wie oft mag erseine Kunst müssen verunglücken sehen, wie oft wirdſeine Kunſt nicht geſchätzt und nicht belohnt. Es magdem Kaufmann immerhin eine Freude seyn, den Lauf