108⁵⁰thig wären. Selbst der Beruf des Boas und seinerFreunde, diese erste Beschäftigung des Menschenauf der Erde, diese natürlichste unter allen Beschäf-tigungen; die einem Jeden ansteht und die ein Je-der leicht lieb gewinnt, der Ackerbau, erforderter nicht manche Einſichten, manche Erfahrungen;manche Kunstgriffe, manche Kenntnisse, wennman ihn mit gutem Erfolge und mit rechter Freu-de will treiben können? und kann man diesen Be-wohl jemals ganz auslernen? Wie vielmehr wird dies also mit andern Berufsarbeiten derFall seyn, die schwerer, verwickelter, kunstvollerund ausgedachter sind! Wenn nun aber Jemanddie so nöthige Vorbereitung auf seinen Beruf ver-säumt oder zu träge und saumselig darin ist, wiekann es dann wohl anders werden, als daß ernachher gegen seinen Stand und sein Geschäft, da-rum weil er ihm nicht gewachsen ist, eine gewisseAbneigung hegt? Er kann sein Werk nicht ordent-lich zu Stande bringen; er weiß sich oft nicht zuhelfen; er weiß ſein Werk nicht gehörig anzugrei-fen; er kömmt manchmal in Verlegenheit; er kanndurch seine Arbeit nicht recht fortkommen; er findetbey ſeinen Nebenmenſchen nicht genug Achtung undBeyfall; und nun wird er unzufrieden mit ſich ſelbſtund mit seinem Geſchicke. ; So ergehts dem Künſt-ler, der seine Kunst nicht versteht; den Geschickten
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